Zeit für eine neue Digitalkamera?

10. Dezember 2008 | Von admin | Kategorie: Allgemeines

Seit gut acht Jahren fotografiere ich nun digital. Beim Rückblick auf die eigene “Digitalkamera-Historie” zeigt sich: Etwa alle drei Jahre ist es Zeit für eine neue Kamera - in etwa diesen Intervallen verbessern sich nicht nur die Auflösungen substanziell, sondern die Technik an sich macht jeweils einen Quantensprung.

sony-mavica-mvc-cd1000Im Herbst 2000 brachte ich aus USA meine erste Digitalkamera mit: eine Sony Mavica MVC-CD1000, mit immerhin 2 Megapixel Auflösung und Speicherung der Bilder auf Mini-CD. Trotz vergleichsweise guter Optik (lichtstarkes 10x-Zoom mit Bildstabilisator) und des recht stolzen Preises (gut 1.200 US-Dollar), lies die Bildqualität (rückblickend) doch eher zu wünschen übrig: Die Bilder waren “quietschig”, konnten nicht wirklich mit dem mithalten, was ich von einer guten analogen Spiegelreflexkamera gewohnt war.

canon-powershot-g3Mein nächster “digitaler Evolutionsschritt” war die Canon PowerShot G3 im Jahr 2003: kompakter als die Mavica und mit 4 Megapixel ein Auflösungssprung um Faktor 2. Und obwohl mittlerweile schon über fünf Jahre alt und von aktuellen Kompaktkameras etliche Megapixel entfernt, ist die G3 auch heute noch mein Mittel der Wahl für Schnappschüsse, wenn die Spiegelreflexkamera zu groß und schwer zum Mitnehmen ist. Einmal mehr bewahrheitet sich, was in jüngster Zeit schon fast zur Binsenweisheit geworden ist: Solange man die hohe Auflösung nicht für Ausschnitte oder großformatige Abzüge benötigt, sind 4 Megapixel völlig ausreichend - zumal, wenn sie aus einer Kamera mit guter Optik stammen.

canon-eos-20dBei aller Zufriedenheit mit der Bildqualität der G3: die Flexibilität einer Spiegelreflexkamera fehlte mir. Die ersten digitalen DSLRs waren mir schlicht zu teuer, die Auflösungen auch nicht besser als die der PowerShot. Insofern hieß die Devise erstmal: Abwarten. 2005 schließlich hatten sich die Auflösungen weit genug nach oben und die Preise weit genug nach unten entwickelt. Mit der Canon EOS 20D konnte ich erstmals das digitale Fotografieren wieder mit der Spiegelreflextechnik verbinden. Mit 8 Megapixeln war die 20D damals “state of the art” im gehobenen Consumer-Segment.

Nun stellt sich die Frage - und da geht es sicher vielen Hobby-Fotografen ähnlich - was als nächstes kommen könnte:

Typischerweise bieten Mittelklasse-DSLRs mit APC-Sensor aktuell 10 bis 12 Megapixel. Die 15 Megapixel der kürzlich vorgestellten Canon EOS 50D sind nochmal ein Sprung in der APC-Klasse, zeigen aber gleichzeitig, dass diese Sensorgröße langsam an ihre Grenzen stößt. Kurz: APC mit einfach nur mehr Auflösung wäre von der 20D ein eher kleiner (Fort-)Schritt.

Spätestens mit der Nikon D3 und ihrer überragenden Bildqualität auch bei hohen ISO-Werten rückte ein anderer Aspekt in den Fokus: ein größer Sensor, genauer: Vollformat. Preislich ist die D3 für Hobby-Fotografen zwar “jenseits von Gut und Böse”, aber mit der D700 brachte Nikon mich kurzzeitig wirklich in Versuchung. Allerdings: Mit 12 Megapixeln holt Nikon zwar das Maximum an Empfindlichkeit aus dem Vollformat-Sensor zurück, bleibt bei der Auflösung aber hinter den Möglichkeiten des Formats. Dieses Problem löst zwar mittlerweile die Nikon D3x, aber zu einem für Hobbyisten nun wirklich völlig indiskutablen Preis.

Nun wird es zwar früher oder später wohl eine Nikon D700x (oder D800/D900) geben, die 24 Megapixel im gehobenen Consumer-Segment bietet. Doch dann kam Canon dem Erzrivalen Nikon zuvor: mit der EOS 5D Mark II. Erste Testberichte sind extrem vielversprechend, das könnte in der Tat mein neues Lieblingswerkzeug werden …

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