Erste Erfahrungen mit der Canon EOS 5D Mark II

10. Januar 2009 | Von admin | Kategorie: Allgemeines, Canon EOS 5D Mark II, Features

Ich geb’s zu: 2.400 EUR sind kein Pappenstiel, zumal nur für den Body der Canon EOS 5D Mark II. Eine Weile habe ich ernsthaft mit mir gerungen, zumal die Kamera um Weihnachten herum nur schlecht und wenn dann zum Listenpreis lieferbar war. Als dann aber ein befreundeter Online-Shop das Kit für knapp unter 3.000 EUR liefern konnte, wurde ich schwach - und habe die Entscheidung seit Eintreffen des Pakets (gestern <g>) nicht für eine Minute bereut.

Hier die ersten Praxiseindrücke von der 5DM2:

Wer bereits mit einer Canon-DSLR fotografiert hat, kommt mit der EOS 5D Mark II auf Anhieb zurecht. Die Bedienung unterscheidet sich - nicht zuletzt durch zusätzliche Funktionen wie Live-View - in Details, das meiste funktioniert jedoch wie bei meiner “alten” 20D und anderen Canon-Kameras.

Was bei den ersten Aufnahmen sofort auffällt: Durch die vergleichsweise hohe Lichtstärke des Kit-Objektivs und den Vollformat-Sensor bietet sich das Spiel mit geringer Schärfentiefe geradezu an. Auch die Farben sind weicher gezeichnet, so dass die Fotos im Vergleich zur 20D - wenn man das so pauschal sagen kann - professioneller und “künstlerischer” wirken.

War bei der 20D bereits ab ISO 400 ein signifikantes Bildrauschen festzustellen, liefert die 5DM2 bei ISO 400 völlig einwandfreie Aufnahmen - und selbst Fotos mit ISO 1.600 und 3.200 sind noch brauchbar. “Available-Light-Fotografie” wird damit plötzlich zum Thema. Auch ganz gut so, da mir derzeit ein Blitz für das neue “Baby” fehlt - dazu gleich mehr.

Der größere Spiegel verursacht ein im Vergleich zur 20D lauteres Auslösegeräusch und eine stärkere Vibration der Kamera beim Auslösen. “Perverser” Nebeneffekt: Aufgrund der hohen Auflösung sieht man bei 100-Prozent-Vergrößerung bei Aufnahmen ohne Stativ leichte Unschärfen, die bei anderen Kameras wohl nicht sichtbar wären. Wohlbemerkt: Das gilt natürlich nicht, sofern man wirklich kurze Belichtungszeiten wählt. Wer jedoch eine “ruhige Hand” hat und bei normalen Brennweiten bisher auch gerne mal 1/30 sec aus der Hand fotografierte, wird mit der 5DM2 öfter zum Stativ greifen.

Wie oben bereits angedeutet, verweigert mein Sigma EF 500 DG leider den Dienst an der 5DM2. Schmerzlich vor allem deswegen, weil die 5DM2 keinen integrierten Blitz mitbringt und man selbst für gelgentliches Aufhellen auf einen externen Blitz angewiesen ist.

Last but not least: Die Video-Funktion ist echt der Hammer! Ok, das manuelle Fokusieren ist nicht sonderlich komfortabel, und das interne Mikrofon nimmt vor allem die Betriebsgeräusche des Bildstabilisators auf. Aber die Bildqualität ist einfach nur atemberaubend.

Soviel für heute - werde jetzt erstmal weiterfotografieren. :o)

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